Kammer, 16.07.2016, von Gregor Grichtmaier

Kraftfahrausbildung und Zivil-Militärische Zusammenarbeit

THW Traunstein nutzt den Truppenübungsplatz zur Fahrausbildung und unterstützt die Reservisten bei ihrer Übung.

Am Freitag, den 15. Juli und Samstag, den 16. Juli fand die Reservistenübung auf dem Truppenübungsplatz in Kammer statt. Schwerpunkte dieses Wochenendes waren zum einen eine Kraftfahrausbildung, zum anderen die zivil-militärische Zusammenarbeit (ZMZ) zwischen den Einheiten der Bundeswehr und den zivilen Hilfskräften. Neben der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Freiwilligen Feuerwehr war auch das THW bei dieser Übung dabei.

Die Helferinnen und Helfer des THW Traunstein trafen sich am Freitag um 18:30 Uhr, um sich nach Zusammenrichten aller Sachen auf den Weg zum Truppenübungsplatz nach Kammer zu machen. Insgesamt waren drei Fahrzeuge (Mini, Gerätekraftwagen 1 (GKW 1) und der Ladebordler mit Pumpenanhänger) unterwegs zur Bundeswehr.

Dort angekommen, ging es nach einem kleinen Abendessen und einer kurzen Einführung in die Lokalität des Übungsplatzes zur Fahrausbildung. Schwerpunkt war, eine bessere Kontrolle über die Fahrzeuge zu erlangen und das Fahrverhalten der Autos noch mehr kennen zu lernen. Hierfür stand der gesamte Übungsplatz zur Verfügung, bei dem es auch nicht schlimm war, wenn man mal kurz im wahrsten Sinne des Wortes vom Weg abkam. Zusätzlich gab es dann auch noch eine kleine Bergeübung, so durfte der beladene Ladebordler, der teilweise "im Graben" lag, mit gemeinschaftlichen Kräften wieder aus diesem herausgezogen werden.

Gegen Mitternacht war dann die Fahrübung beendet und die THW Helferinnen und Helfer beendeten die Fahrausbildung bei gemütlichem Zusammensein am Lagerfeuer. Die Nacht wurde es dann in den Fahrzeugen und auf der Ladebordwand verbracht.

Am nächsten Tag fand dann die gemeinschaftliche Übung zwischen den Reservisten und den zivilen Hilfsorganisationen statt. Nach dem Frühstück und gemeinsamen Morgenappell bauten die Helferinnen und Helfer einen Drahtseilsteg über einen Weiher auf, über den die Soldaten klettern durften, wobei natürlich auch jeder THW Helfer mindestens einmal über das Wasser balancierte.

Nach einer allgemeinen Einführung in die Organisationsstruktur des Reservistenverbandes und einer Flugvorführung ging es dann für die Reservisten gegen 12 Uhr an die eigentliche Übung. Auf mehrere Gruppen verteilt durften diese verschiedene Stationen durchlaufen, u.a. Bergen eines Fahrzeugs aus einem See (DLRG), Dekontamination nach ABC Fall (Feuerwehr) oder Funkausbildung. Einer der Stationen war der Drahtseilsteg, den die Soldaten aber alle wunderbar meisterten.

Neben der allgemeinen Reservistenausbildung fand zusätzlich für die Helferinnen und Helfer noch eine weitere Kraftfahrausbildung statt. Dieses Mal lag der Schwerpunkt beim Anhängerfahren und Rangieren.

Gegen 16:30 Uhr waren dann alle Gruppen mit allen Stationen fertig und es wurde wieder alles zurückgebaut. Die Zeit bis zum Abendappell nutzten die THW Helferinnen und Helfer dann noch, die Funkgeräte der Bundeswehr näher zu begutachten und die Unterschiede zu den „zivilen“ Funkgeräten kennen zu lernen.

Abschließend gab es dann das gemeinsame Antreten zum Abendapell und Abendessen für alle, bevor sich die Teilnehmer des THW wieder auf den Weg in Richtung Unterkunft machten. Dort musste noch alles saubergemacht werden, was dann gegen 21:00 Uhr auch geschafft war.

Einen Einblick zu erhalten, wie einerseits die Bundeswehr arbeitet und anderseits, welche Möglichkeiten die zivilen Kräfte haben, war wohl das Hauptaugenmerk dieser gemeinsamen Übung. Aber auch die Kraftfahrausbildung war für unsere Fahrer eine wunderbare Fortbildungsmaßnahme. Es war eine super Erfahrung für uns und wir freuen uns schon darauf, wenn wir nächsten Jahr wieder unterstützen dürfen.


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