Bergen, 06.04.2019, von Luis Pleyer

Zusammenarbeit zwischen Einsatzkräften trainiert

Großübung mit Feuerwehr, BRK und Polizei.

Am Samstag, den 6. April waren unsere Einsatzkräfte bei einer großen Einsatzübung der Feuerwehr Holzhausen vertreten.

Mit unserem vollbesetzten Gerätekraftwagen 1 fuhren die Übungsteilnehmer zum Meldekopf. Dort gab es zu Beginn eine Begrüßung für die Einsatzkräfte der Feuerwehren, des BRKs, der Polizei und des THWs durch die Übungsleitung, die Bürgermeister und den Kreisbrandrat. Danach ging es für uns direkt zum ersten Einsatz.

Unter dem Stichwort „Person unter Laderschaufel“ ging es zu einer abgelegenen Kiesgrube. Vor Ort stellte sich ein anderes Lagebild dar. Eine Person war teilweise verschüttet worden. Eine weitere leichtverletzte Person unter Schock hielt sich ebenfalls am Unfallort auf. Diese wurde umgehend vom Geschehen getrennt und durch einen Helfer versorgt. Die übrigen Helfer fingen an die verschüttete Person auszugraben. Sobald es die Situation zuließ, wurde noch während der Rettung mit der Reanimation begonnen, da die Person einen Herzkreislaufstillstand erlitten hatte. Dem eintreffenden Rettungsdienst wurden die Patienten übergeben und der erste Einsatz damit beendet.

Gerade als unser Fahrzeug wieder am Meldekopf ankam, ging es bereits zum nächsten Einsatz. Eine Person war bei Reparaturarbeiten in einen Vorratsbunker für Hackschnitzel gefallen. Die automatische Förderschnecke hatte das Bein der Person bereits eingezogen. Direkt bei Eintreffen wurde die Melderin, eine Angehörige, von einem unserer Sanitäter betreut. Der zweite Sanitäter machte sich umgehend auf den Weg zum Verunglückten. Bei der ersten Erkundung wurde die Heizung, zu der die Förderschnecke gehört, deaktiviert, um weitere Verletzungen zu vermeiden und ein sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen. Mit der zur Unterstützung geholten Feuerwehr wurde der Verletzte in einen Schleifkorb gelegt und mit Seilen aus dem Bunker gehoben. Für eine möglichst effiziente Arbeitsweise wurden außerdem LED-Arbeitsscheinwerfer aufgestellt um den Arbeitsplatz auszuleuchten. Da diese mit Akkus betrieben werden, müssen keine Kabel in der Einsatzstelle verlegt werden.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es zum dritten Szenario. Hier waren bei Waldarbeiten zwei Personen schwer verletzt worden. Eine Person war unter einem gefällten Baum eingeklemmt; diese wurde schnellstmöglich befreit. Sobald es möglich war, wurde auch hier mit der Reanimation begonnen. Die andere Person hatte sich einen Finger amputiert. Außerdem steckte ein großer Holzsplitter im Brustkorb des Patienten. Während der Sanitäter den Finger versorgte erlitt der Mann zusätzlich einen Herzinfarkt und wurde bewusstlos. In diesem Fall musste schnell gehandelt werden, um die Atemwege zu sichern. Die Maßnahmen der Einsatzkräfte wurden zusätzlich von einer Angehörigen behindert, welche sich wenig einsichtig zeigte und immer wieder versuchte in das Geschehen einzugreifen. Nur durch die reibungslose Zusammenarbeit mit der nachalarmierten Feuerwehr und dem Rettungsdienst wart es möglich dieses komplizierte Szenario zusammen zu meistern. Beide Verletzten hätten aufgrund der Maßnahmen den Unfall überlebt.

Nach jedem Einsatz gab es eine kleine Feedbackrunde für die Einsatzkräfte des jeweiligen Szenarios. Sie wurden an jeder Station von Übungsbeobachtern und den Verletztendarstellern bewertet.

Zum Schluss ging es noch für alle Einsatzkräfte zum Gerätehaus der Feuerwehr Holzhausen, wo es noch eine gemeinsame Brotzeit gab. Danach ging es wieder zurück in die Unterkunft.

Wir bedanken uns bei der Feuerwehr Holzhausen für das Ausrichten der Übung und dass wir teilnehmen durften. Außerdem wollen wir uns für die spitzen Zusammenarbeit mit den anderen Einsatzkräften bedanken und freuen uns schon auf die nächste Übung im Mai.


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